2026 - 2027 BEFLÜGELT unterwegs beflügelt

15. Oktober, 2026
Die Offene Quelle - BILD – UNG
Podiumsgespräch mit Oliver Ike, Barbara Diethelm und Werner Schmidt

«Es ist ein Klangbild und will dem Kind keine Vorlage figürlicher oder dinglicher Zustände sein, vielmehr ein Weltgefühl und Bewusstsein schwebender und vorbeiziehender Formen.» 
Karl Schmid zu seiner Gestaltung im Schulhaus Gutschick.


An diesem Abend wollen wir erkunden, weshalb bildhaftes Gestalten für eine umfassende Entfaltung der Persönlichkeit unentbehrlich ist.


Am Beispiel des Werkes von Karl Schmid untersuchen wir die Bedeutung des Form-Farberlebens für eine ganzheitliche Bildung. In seiner Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule (1941–1971), in der Zusammenarbeit mit Hans Arp sowie in seinem umfangreichen Werk, legte Karl Schmid grössten Wert auf den spielerischen Zugang, so sagte er:


«Über das ästhetische Erlebnis hinaus wollen alle künstlerischen Arbeiten die Bedeutung des geistigen Spiels beweisen. Spiel als Lebensvollzug, Spiel als menschliche Selbstverwirklichung. Das Spiel und die Spielmöglichkeiten, das Optische und das Ausseroptische, das Rationale und das Irrationale, das Nützliche und das Unnützliche müssen die grossen Kräfte und Erlebnisquellen einer Schule sein.»


Barbara Diethelm hat Malerei und Geisteswissenschaften studiert und ist Mitgründerin der Fondation Lascaux und Inhaberin der Firma Lascaux. Über Farben verschiedene Bereiche zu verbinden und uns zu unserer eigenen Schöpferkraft zu führen, ist ihr ein Herzensanliegen. Aus ihrem Interesse am holistischen Aspekt der Farben und deren ordnenden Kraft entwickelte sie in den letzten 25 Jahren ganzheitliche Farbsysteme. 


Oliver Ike ist Unternehmer mit einer Leidenschaft für Design, Kunst und Architektur. Nach seinem Studium des Chemieingenieurwesens an der ETH gründete er die Uhrenmarke Ikepod und war anschliessend als Berater für verschiedene Luxusuhrenmarken tätig. 2016 gründete er gemeinsam mit Eva Schuckardt-Schmid die Karl Schmid Stiftung. Seit 2024 ist er deren Präsident. Eines der Ziele der Stiftung ist der Aufbau eines schweizerisch-italienischen Kulturzentrums zur Erinnerung an Karl Schmid, projektiert vom Architekten Kengo Kuma.


Werner Schmidt, Maler, Pädagoge und Mitgründer der Fondation Lascaux. Für ihn stellt die Ethik des künstlerischen Handelns einen zentralen Wert dar. Maler ist er geblieben, aber seine Werkstatt ist jetzt sein Wildgarten. Hier schaut er zu, schaut wie ein Hirte, der auf die Bewegungen seiner Herde schaut. Zentrales Anliegen seiner künstlerischen Praxis wie seiner Lehrtätigkeit: Demut und Staunen vor dem Wunder der Schöpfung.



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Der Anlass in Kürze

  • Deutsch
  • 15. Oktober, 2026 19 bis 21 Uhr
  • Ort: Fondation Lascaux, Brüttisellen
  • Kosten: CHF 40.00
  • Kursbedingungen
  • Anmeldung erforderlich